Ekko I und II - inzwischen steht rund ein Viertel der Chemnitzer Jugendförderung auf dem Spiel!

Veröffentlicht auf von Jan Koch

Foto und Aktion: Jugendhaus des Regenbogenbus Chemnitz e.V.Huuuh, ein böser Geist geht um in Chemnitz. Er ist blind und kann nicht rechnen. 600.000 Euro zusätzlicher Kürzungen in der Jugendarbeit will er mit dem sogenannten Ekko II unterbringen, 1.400.000 Euro hat er mit dem Ekko I schon auf dem Gewissen!

Begründung "damals": die demografische Entwicklung in Chemnitz. Begründung heute: die demografische Entwicklung in Chemnitz. Hat sich die Chemnitzer Demografie also derart verändert, dass sie solch drastische Kürzungen rechtfertigte, innerhalb eines Jahres?

Weiß die Chemnitzer Verwaltungsspitze eigentlich, dass Demografie nicht nur Kinder und Jugendliche zählen heißt, sondern die veränderten Erfordernisse in der Betreuungsqualität und -quantität zu erfassen und insbesondere vielleicht auch einmal die Entwicklung der Gesamtbevölkerung zu betrachten?

So investiert die Stadt in immer weitere, millionenschwere Vorzeigeprojekte (ein Konferenzzentrum, um nur ein Beispiel zu nennen, obwohl es doch schon einen privaten Investor gibt). Und das alles für künftig 150.000 Einwohner. Das wäre doch wirklich mal eine demografische Begründung für die Streichung des einen oder anderen Vorhabens wert, oder?

In der Summe rund 2.000.000 Euro Kürzungen bis 2015, damit verschwänden mindestens 20 Beratungsstellen, Projekte oder Kinder- und Jugendclubs! Zwanzig! Allein mit 1.400.000 Euro Kürzungen müss(t)en schon mindestens 14 Einrichtungen den Schlüssel oder Löffel abgeben? Die sechsprozentige Haushaltsperre hat sofort gezeigt, dass in den Projekten nichts mehr zu holen ist, also nur Projektschließungen den "gewünschten" finanziellen "Erfolg" bringen könnten.

Liebe Stadträtinnen und Stadträte, haben Sie auch gerade solche Gedanken wie wir?

Dann erteilen Sie Ekko I und Ekko II in der Jugendhilfe eine Absage und bessern Sie bitte nach!

Danke!

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